Marshall Stockwell 2 im Test: Bester Lautsprecher unter 150€?

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Einst war Marshall für seine ikonischen Gitarrenverstärker im Retro-Look bekannt. In den letzten Jahren hat sich dieses Bild allerdings stark gewandelt: Der britische Hersteller hat sich im Segment der Bluetooth-Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher einen Namen gemacht.

Mittlerweile finden sich dutzende verschiedener Modelle im Produktportfolio — viele davon gehören zu den Spitzenreitern der jeweiligen Rubrik.

Nun hat Marshall drei neue Modelle auf dem Markt eingeführt: Den Marshall Tufton, den Marshall Killburn 2 und den Marshall Stockwell 2. Letzterer soll laut Webseite mit kompakten Maßen, multidirektionalem Klang und eindrucksvollen 20 Stunden Akkulaufzeit punkten. Das Silikongehäuse und Spritzwasserschutz nach IPX-4 sollen den Speaker zum ultimativen, mobilen Begleiter machen.

Auf diversen Audio-Portalen ist von „genialem Spitzenklang im kompakten Format“ und „beeindruckenden, satten Bässen“ die Rede. Das musste ich mir einmal genauer ansehen. So habe ich mir die Box an die Haustüre liefern lassen, um sie einem ausführlichen Praxistest zu unterziehen. Zusätzlich habe ich die Box mit anderen Topmodellen der Klasse, namentlich dem Bose SoundLink Revolve, Anker SoundCore Motion+ und Denon Envaya verglichen.

Design/Ersteindruck

Der Marshall Stockwell 2 kommt wie sein Vorgänger im schwarzen Retro-Look daher. Die Vorderseite wird von einem silbernen Metallgitter geschmückt, auf welchem der weiße, ikonische „Marshall“ Schriftzug angebracht ist. Dadurch werden die Lautsprechermembranen im Innern vor Stößen geschützt. 

Die Seitenverkleidung besteht nicht wie gewohnt aus Kunstleder, sondern aus einem Leder-ähnlichen, weichen Silikon. Damit weicht das Design des Stockwell 2 zwar etwas vom traditionellen Verstärker-Look ab, ist allerdings Outdoor-tauglicher, rutschfester und weniger anfällig für Stöße und Kratzer. 

Der Tragegurt unterstreicht den Mitnehm-Charakter des Lautsprechers. Die Rückseite aus veganem, rotem Samt sorgt für ein angenehmes Haltegefühl. Apropos mitnehmen: Der Tragegurt wird ähnlich einer Gitarre an den zwei seitlichen Knöpfen befestigt. Vollblut-Musiker könnten sich den Speaker so mit einem Gitarrengurt wohl auch über die Schulter hängen.

Der Stockwell 2 ist nach Schutzklasse IPX-4 gegen Spritzwasser geschützt. Damit kann man den Speaker problemlos im Nieselregen stehen lassen oder ihn am Pool aufstellen. Ins Wasser fallen sollte man den Lautsprecher allerdings nicht. Im Test hielt ich den Stockwell 2 für einige Minuten unter die Dusche, wonach der Speaker unbeeindruckt weiter spielte. Zu Schäden an der inneren Eletkronik kam es nicht.

Besonders in Sachen Portabilität kann der Stockwell 2 punkten. Während beim Vorgängermodell von Mobilität keine Rede sein konnte, lässt sich der Neue leicht transportieren. Mit einem Gewicht von 1,38 Kg und kompakten Maßen von 17,8 x 15,2 x 7 cm findet der Bluetooth-Lautsprecher in einer Sporttasche bzw. Rucksack problemlos Platz.  Für Instant-Musik ist damit immer gesorgt. 

Ein wenig zu kritisieren ist der schmale Standfuß des Lautsprechers. Auf unregelmäßigen Untergründen wie Betten, Sofas oder im Gras fiel der Speaker im Test immer wieder zur Seite. Insbesondere bei Bass-lastiger Musik war nach einigen Minuten das Neuaufrichten nötig. Hier bieten andere Modelle wie z.B. der Anker SoundCore Motion+ oder der Bose SoundLink Revolve deutlich stabileren Stand.

Im Lieferumfang ist ein Mikro-USB Kabel, ein Benutzerhandbuch sowie Sicherheitshinweise enthalten. Ein Netzstecker legt Marshall wie viele andere Hersteller nichts mit ins Paket. Schade.

Erhältlich ist der Lautsprecher in den Farben „Schwarz“, „Grau“, „Burgundy“ und „Indigo“.

Klangqualität

Am meisten hat mich natürlich die Klangqualität interessiert. Der Hersteller wirbt auf der Webseite mit „Stereo-Sound“ und einem „Multi-direktionalen Klangerlebnis“. Dazu kommen die vielen Lobpreisungen diverser Online-Portale. Grund genug also, um mir einmal selbst ein Bild von den klanglichen Qualitäten zu machen. So habe ich den Stockwell 2 mit meinem iPhone verbunden, um ihn einem ausführlichen Klangtest zu unterziehen.

Und tatsächlich: Der Marshall Stockwell 2 schafft es, einen gewissen „Wow-Effekt“ hervorzurufen. Klang tritt mit einer Präsenz, Offenheit und Tiefe ans Ohr, die man einem solch dünnen Lautsprecher nicht zutrauen würde. Die präzisen, wuchtigen Bässe in Kombination mit den knackigen Höhen sorgen für eine angenehme Balance des Klangs. Aber der Reihe nach…

Zur wohl wichtigsten Eigenschaft eines modernen Bluetooth-Lautsprechers zählt die Beschaffenheit der Bässe. Und genau hier kann der Stockwell 2 auf ganzer Linie überzeugen: Die tiefen Töne sind erstaunlich präzise, sodass auch  schnelle, komplexere Bassläufe naturgetreu dargestellt werden. Egal ob Funk, House oder Hip-Hop — es werden keine Töne verschluckt oder zu leise wiedergegeben. Stattdessen dringt Musik mit dem nötigen „Punch“ ans Ohr, sodass beim Musikhören richtig Stimmung aufkommt. Selbst die Bässe des Spitzenmodells Anker SoundCore Motion+ wirken im direkten Vergleich ein wenig „dröhnend“.

Besonders erfreulich: Auch bei höheren Lautstärken behalten Bässe ihre Klarheit und Schlagkraft. Hier leistet der 10-Watt starke Tieftöner gute Arbeit. Selbst bei maximaler Lautstärke liefert der Stockwell 2 ein homogenes Klangbild, ohne dass die Bässe merklich in den Hintergrund treten oder gar übersteuern. Das kann man von den meisten anderen Bluetooth-Lautsprechern in dieser Preisklasse nicht behaupten. Der Stockwell 2 spielt zwar nicht so laut wie manch anderer Konkurrent (JBL Charge 4, Denon Envaya), doch Musik ist bei maximaler Lautstärke durchaus noch zu gebrauchen und verkommt nicht zum musikalischen Mischmasch. Ideal also für die kleine Grillfreier im Garten oder der kleinen Veranstaltung in den eigenen vier Wänden.

Auch bei den Höhen macht der Speaker eine gute Figur. Egal ob Podcasts, YouTube-Videos oder Musik — der Stockwell 2 gibt Gesang und Instrumente mit einer bemerkenswerten Präsenz, Offenheit und Klarheit wieder, die die meisten anderen Lautsprecher in den Schatten stellt. Wer noch mehr Klarheit wünscht, der kann die Höhen über den „Treble“ Drehregler anpassen.

Gelungen ist hierbei auch die Klangabstrahlung. Hält man den Stockwell 2 mit etwas Abstand vor’s Gesicht und dreht ihn um die eigene Achse, ist durchaus ein gewisser „Rundum-Klang“ zu vernehmen. Dies ist der Bauweise geschuldet: Marshall verbaut sowohl an Vorder- und Rückseite jeweils einen 5-Watt-Hochtöner (technisch gesehen ist der Stockwell 2 damit zwar ein Stereo-Lautsprecher, in der Praxis wird dieser allerdings nur mono klingen).

Waschechten 360°-Klang wie bei den beiden Bose Revolve-Modellen sollte man allerdings nicht erwarten: Bei seitlicher Hörposition sind leichte Trübungen und Frequenzabfälle zu vernehmen. Setzt man sich hinter der Lautsprecher ist Klang eine Nuance weniger klar und räumlich als bei frontaler Hörposition. Nichtsdestotrotz kann der Stockwell 2 in Sachen Rundum-Klang durchaus überzeugen. Ähnliche Modelle wie den Anker SoundCore Motion+ oder Denon Envaya können in dieser Hinsicht nicht mithalten. Der Werbeslogan vom „Multi-direktionalen Klangerlebnis“ hat somit durchaus seine Berechtigung.

Insgesamt kann der Klang des Marshall Stockwell 2 auf ganzer Strecke überzeugen. Kein anderer Lautsprecher dieser Preisklasse bringt Musik mit einer derartigen Klarheit, Tiefe und Räumlichkeit ans Ohr.

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Pairing

Das anfängliche Verbinden geht ohne Patzer vonstatten: Lautsprecher einschalten, „STOCKWELL 2“ im Bluetooth-Menü am Smartphone auswählen – und voilà. Schon steht die Verbindung. Mit einem zweistufigen Akkordton wird das erfolgreiche Koppeln bestätigt.

Praktisch: Zukünftig verbindet sich der Lautsprecher nach dem Einschalten automatisch mit dem zuletzt verwendeten Zuspieler — vorausgesetzt, der Bluetooth-Modus ist am jeweiligen Gerät bereits aktiviert. Das ist praktisch und spart Zeit. Insgesamt kann der Stockwell 2 bis zu acht verschiedene Quellgeräte speichern. Schön wäre noch gewesen, wenn sich der Lautsprecher nach dem Einschalten mit den letzten zwei oder sogar drei Geräten (z.B. Smartphone, Tablet, Laptop) automatisch verbindet, wie es etwa die Revolve Modelle von Bose tun.

Auch erfreulich: Marshall integriert eine Multi-Pairing Funktion im Lautsprecher (vom Hersteller als „Multi-Host-Functionality“ bezeichnet). Möchte man beispielsweise zwischen der Musikwiedergabe vom Smartphone auf’s Tablet wechseln, so reicht das Pausieren der Musik. Schon kann der andere Zuspieler die Wiedergabe fortsetzen. Vorausgesetzt man hat vorher beide Geräte mit dem Lautsprecher verbunden. Laut Hersteller können so bis zu 2 Quellgeräte per Bluetooth und 1 weiteres Geräte über den AUX Anschluss gleichzeitig mit dem Lautsprecher verbunden werden.

Marshall hat diese Feature so gut wie kein anderer Hersteller umgesetzt: Der Wechsel zwischen zwei Geräten gelingt innerhalb von Millisekunden. Auch über verschiedene Plattformen hinweg wie z.B. YouTube oder Spotify hat das Hin- und Herschalten blitzschnell und ohne Komplikationen funktioniert. Keine Aussetzer von Musiktiteln oder lange Wartezeiten. Das ist löblich.

Etwas verwunderlich ist, dass Marshall keine Stereo-Pairing Funktion verbaut. Damit hätte man mehrere Marshall Bluetooth-Lautsprecher zu einer Stereo- oder Surround Einheit zusammenschließen können. Etwa für’s Filmeschauen oder die kleine Grillfreier wäre das ein nützliches Feature gewesen. Schade. Adere Hersteller wie JBL oder Bose haben dies bereits seit Jahren in ihren Lautsprecher integriert.

Anderweitige Technologien wie AptX oder NFC kommen nicht zum Einsatz.

Zu Synchronisationsproblemen kam es im Test nicht. Youtube Videos wurden ohne Verzögerung von Bild und Ton abgespielt.

Bedienung

Bei der Bedienung bleibt Marshall dem Design des Vorgängers treu. An der Oberseite befinden sich drei Drehregler; der erste regelt die Lautstärke, während der zweite und dritte für die Bass- und Höhenregelung zuständig sind. Diese ließen sich im Test äußerst schnell und präzise bedienen. 

Gleichzeitig dient der linke „Volume-Drehregler“ dazu, den Lautsprecher ein- und auszuschalten. Das empfand ich als etwas gewöhnungsbedürftig. Beim ersten Einschalten drückte ich so mehrfach vergeblich die „Bluetooth-Taste“, um den Speaker zum Leben zu erwecken. Erst nach längerer Spielerei bemerkte ich den winzigen Schriftzug „OFF“, nach wessen Aktivierung ein leiser, unauffälliger Signalton erklingt.

An der rechten Oberseite leuchten sieben LED-Leuchten, die den derzeitigen Akkustand anzeigen. Zusätzlich beginnen diese heller zu glimmen, sobald die Drehräder oder Tasten berührt werden.

Ein wenig schade ist, dass es keine Taste für die Steuerung von Musiktiteln gibt. Möchte man Musik pausieren, fortsetzen, oder Musiktitel überspringen, muss man zuerst zum Smartphone greifen. Das haben andere Hersteller wie Bose oder JBL bereits seit Jahren besser gelöst.

Die Ladebuchse und den Audio-Eingang verbannt Marshall an die linke Seite. Praktisch: Über die Ladebuchse können externe Geräte wie Handy oder Tablet aufgeladen werden. 

Auf Features wie eine Freisprechfunktion oder Sprachansagen verzichtet Marshall. Als negativ kann ich dies dem Lautsprecher nicht anlasten. Hier muss letztlich jeder Nutzer selbst entscheiden, wie wichtig ihm diese Funktionen im täglichen Einsatz sind.

Lobenswert ist, dass sich der Lautsprecher nach 10 Minuten Inaktivität automatisch ausschaltet.

Akkulaufzeit/Reichweite

Marshall verspricht für den Stockwell 2 beeindruckende „20+“ Stunden Musikwiedergabe mit einer einzigen Akkuladung. Und tatsächlich: Im Test ging der Lautsprecher erst nach 16 Stunden Spielzeit bei halber Lautstärke die Puste aus. Das ist ein Spitzenwert und lässt die Konkurrenz (Bose SoundLink Revolve, Anker SoundCore Motion+ etc.) alt aussehen. Auch bei maximaler Lautstärke kann der Stockwell 2 auf ganzer Linie überzeugen: Hier erloschen erst nach langen 5:30 Stunden die roten LED-Leuchten. Spitze!

Der Stockwell 2 hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: Der Hersteller hat die Li-Ionen Batterie mit „Quick Charging Capabilities“ ausgestattet. Soll heißen: Hängt man den Lautsprecher für nur 20 Minuten an die Steckdose, erhält man ganze 6 Stunden Akkulaufzeit. Das ist ein überaus nützliches Feature, wenn man z.B. auf dem Sprung ist und vergessen hatte, den Speaker zuvor aufzuladen. 

Eine volle Batterie erhält man nach rund 5 Stunden Ladezeit. Während des Ladevorgangs bewegen sich die roten Leuchten von unten nach oben; nach erfolgreichem Laden stoppt die Animation. Der Ladevorgang über eine USB-Buchse am Laptop nimmt aufgrund der verringerten Wattleistung deutlich mehr Zeit in Anspruch.

Wie bereits erwähnt kann der Marshall mit einem entsprechenden USB-C-Kabel als Powerbank dienen und mobile Geräte unterwegs aufladen. Besonders schnell geladen wird das Smartphone hiermit zwar nicht, doch immerhin besser als am Ende des Tages mit leeren Akku dazustehen, obwohl der Lautsprecher noch Saft hat.

Auch bei der Bluetooth-Reichweite geht Marshall keine Kompromisse ein. Das integrierte Bluetooth-Modul ermöglicht die stabile Musikwiedergabe selbst durch zwei 20cm-dicke Steinwände hindurch. So spielte der kompakte Speaker völlig unbeirrt weiter, also ich mich vom einen Zimmer ins nächste Zimmer bewegte. Erst bei der dritten Steinwand fing die Musik dann zu stottern an. Auf freier Strecke im Außenbereich blieb die Verbindung sogar bei ca. 35 Metern Entfernung bestehen. 

Fazit

Der Marshall Stockwell 2 kann auf voller Strecke überzeugen. Mit extrem ausdauernden Akku, einem robusten Design und praktischen Zusatzfunktionen ist der Lautsprecher eine klare Kaufempfehlung.

Besonders in Sachen Klang kann der Stockwell 2 seine Stärken ausspielen. Kein anderer Lautsprecher in der Preisklasse bis 150 Euro kann derartig kräftige, präzise Bässe in Kombination mit klaren, räumlichen Höhen liefern. Dazu kommt der gute Rundum-Klang mit einer guten Pegelfestigkeit bei hohen Lautstärken.

Auch bei der Bedienung kann der Speaker Punkte sammeln: Dafür sorgen die drei Drehregler an der Oberseite, die einfache Bedienoberfläche und die Möglichkeit, externe Geräte über die USB-Buchse aufzuladen.

Auch wenn der Stockwell 2 über keine Stereo-Pairing Funktion verfügt, so hat Marshall doch die standardmäßige Bluetooth-Verbindung sowie die Multi-Pairing Funktion perfektioniert. Das hin- und Herschalten zwischen mehrere Geräten gelingt schnell und reibungslos.

Insgesamt ist der Marshall allen zu empfehlen, die großartigen Klang zum fairen Preis suchen.

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    • Philipp

      Hallo Audiophile, bis jetzt konnte ich den Speaker noch nicht testen. Aber ich denke, dass ich das in den nächsten Wochen nachholen werden. Grüße

  1. 123456

    Hallo, mich würde mal der Marshall Stockwell II im Vergleich zum SoundLInk Revolve+ interessieren. Hättest du hierzu vielleicht ein paar Infos?

  2. ANI

    Hallo Philipp,

    hast du schonmal den Lautsprecher per AUX Kabel mit einem Laptop verbunden? Mein Laptop hat keine Bluetooth-Funktion und irgendwie will das Musikabspielen nicht funktionieren.

    Danke für jede Hilfe!

  3. Pavol

    Hello Philipp,

    thanks for this honest review. Anyway, I have some questions if you would be so nice. First one is about an issue with 3.5mm input: I’ve read in several reviews something like „The speaker always goes into what seems a sleep mode when a cable is connected to this input. It does this in under 2 seconds of no audio playing. Then often takes over a second to wake up again. This results in it virtually always skipping the beginning of tracks off.“ Is that true?
    Second one is about comparison Stockwell II with Beoplay P6. You’ve reviewed both, can you share your thoughts with us?

    Thank you!

  4. Philipp

    Hello Pavol,

    thanks for the comment. I have not experienced that in my own testing.

    The Stockwell 2 plays bass notes much more precise and deep, to the point where the Beoplay P6 simply can’t keep up. Also, the Stockwell 2 is able to create a real soundstage due to the „Blumlein“ Effect. Then there is the superior battery of the Stockwell 2 and the capability to adjust the base and treble via the three little wheels on top. Overall, the Stockwell 2 is a much better choice when it comes to sound and overall usability.

    Hope that helps.

  5. Schlott

    Hallo Philipp, sehr gutes Review, Danke! Wie würdest du denn die Soundqualität des Stockwell 2 im Vergleich zum Envaya bewerten? In der Vergangenheit galt der Envaya ja als einer der am besten klingenden Lautsprecher.

  6. Jürgen

    Hallo Philipp, klasse Bewertung. Ich schwanke zwischen dem Stockwell 2 und dem Killburn 2. Für welchen würdest du dich entscheiden? Für einige Pro und Contras zu den beiden Geräten von dir, als Experte, wäre ich sehr dankbar.

    Gruß
    Jürgen

  7. Alex

    Hallo Phillipp,

    danke für Deinen ausführlichen Bericht, er hat mir bei der Kaufentscheidung sehr geholfen.
    Du hast den Lautsprecher gut beschrieben und er hat meine Erwartungen erfüllt.

    Ich hätte noch eine Info, der Lautsprecher unterstütz AptX doch.
    Das wird mal so und mal so angegeben.
    Mein Huawei P30 Pro zeigt an, dass AptX genutzt wird.

    Grüße Alex

  8. Nykel

    Sorry, ich kann Teile des Test nicht nachvollziehen.

    Ich habe zwei Stockwell II, einen Anker SoundCore Motion + , eine LOEWE SoundDock, ein altes, aber gutes JBL Radial und ein System von Altec Lansing.
    Der Stockwell II kommt gefühlt 1 Oktave tiefer runter als ein Anker Soundcore Motion Plus, erreicht aber bei weitem nicht dessen Präzision beim Bass, z.B. Schlagzeug aus dem Anker klingt im Vergleich zum Stockwell II wesentlich sauberer und anspringender und der kann das auch doppelt so laut wie ein Stockwell II. Anm.: Der Anker muss per Equalizer vorher linearisiert werden (dazu gibts reichlich Material auf YouTube).
    Der Klang ist meiner Ansicht nach auch keineswegs basslastig, Musik höre ich meist mit Höhen auf 11 Uhr und Bass auf 14-15 Uhr aus 2-5m Abstand, Hörbücher, sehr sehr leise eingestellt, mit Bass auf 11 Uhr und Höhen auf 16 Uhr, aber aus nur 1m Abstand.
    Der rückwärts abgestrahlte Schall wird reflektiert und addiert sich speziell bei den Höhen sehr deutlich zum Klangbild, gerade im Vergleich zu normalen Mono- oder Stereo-„Frontalstrahlern“.

    Das wäre die Überleitung zum 360°-Sound:

    Ein BOSE Revolve versagt hier im direkten Vergleich völlig, der Stockwell II behält sein Klangbild nahezu rundum und klingt einfach 1000x lösgelöster als das BOSE, manchmal erscheint es sogar zu viel des Guten, sh. unten.

    Nun zu den Schattenseiten des Stockwell II:

    1. Der Lautstärkeregler kommt erst am Ende, bis 14 Uhr bleibt es relativ leise, dann kommt mehr, aber die Maximallautstärke ist eher schwach, wenn auch in der Praxis meist ausreichend (Note 3).
    2. Man benötigt bei leisen Quellen die gesamte Reserve des Regelbereichs, der Eingang scheint wenig empfindlich und hat keine Reserven (Note 4-).
    3. Die Bluetoothverbindung an sich ist stabil (iPhone Xs Max), die Koppelung jedoch nicht. Hat man zwischenzeitlich ein weiteres Gerät gekoppelt, kann man den kleinen BT-Button tippen, so oft man will, man muss die Kopplung im Telefon löschen und neu anlegen.
    Angeblich merkt sich der Stockwell II die letzten 8 Geräte, das tun beide bei mir nicht (Note 5).
    4. Der Analogeingang hat eine viel zu kurze Abschaltzeit bei fehlendem Signal (1-2s).
    Das nervt extrem, wenn man Hörbücher hören will, da diese automatische Abschaltung in Verbindung mit der Einschaltverzögerung alle Minute ein komplettes Wort abschneidet.
    Für Hörbücher über Analogeingang ist der Stockwell II völlig ungeeignet, ich könnte mir auch vorstellen (nicht getestet), daß das Problem bei Musik mit leisen Stellen oder kurzen Tonpausen ebenfalls auftritt.
    Der Marshall-Support verweist lapidar auf Bluetooth, ok, der Analogeingang ist also unbrauchbar.
    Will ich abends am Bett Bluetooth-Strahlung, hat mein iPod Classic Bluetooth?
    Eher nicht (Note 6).
    5. Der Blumlein Stereo Effekt (Marshall nennt das True Stereophonic) klingt meist recht gut, bei bestimmten Aufnahmen, die selbst schon mit Phasendrehung arbeiten, ist es zu viel des Guten. Der Klang hat jedenfalls mit natürlicher Wiedergabe nicht viel zu tun, passt zwar oft, manchmal aber auch gar nicht.

    Was Gutes gibt es dennoch:

    Hörbücher über Bluetooth, auch sehr leise gehört, klingen dank der Klangregelmöglichkeiten sehr gut, die Sprachverständlichkeit ist exzellent.
    Die Klangregler sind in dem Fall besonders nützlich, da Apple unter iOS unbegreiflicherweise den Equalizer bei den Hörbüchern weggelassen hat (gibst nur noch für Music).
    Aber, wer begreift schon, warum Apple etwas macht oder nicht macht? Es gab auch lange Jahre nur 1-Tasten-Mäuse von Apple. Mit Big Sur bekommen wir jetzt eine neue Oberfläche im skeuomorphistisch verseuchten Tele-Tubbies Design, sozusagen das Schlechteste von John Forstall und Jonathan Ive vom Azubi in eine Oberfläche gepresst … aber das ist ein anderes Thema.

    Fazit:
    Marshall sollte sich der Kritik annehmen, und beim Stockwell III diese Mängel beseitigen, sprich
    empfindlichere Eingänge verbauen, die Ausschaltverzögerung des Analogeingangs auf mindestens 10s umprogrammieren, Bluetooth Mehrfachkopplung wie angepriesen verwirklichen, True Stereophonic abschaltbar machen, und bitte, die vielfältigen Statussounds, wie Gitarrenriffs, auch abschaltbar machen oder ¼ so laut, das würde vollauf genügen.

    Wer den Stockwell II selbst hören will, kann das hier (unbedingt mit Kopfhörer) tun:

    https://www.youtube.com/watch?v=TQNKRwVHeo4


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