TDK Trek Flex im Praxistest

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Vor einigen Monaten hatte ich bereits den großen TDK Trek Max getestet. Er lieferte trotz des etwas billig wirkenden Designs einen überraschend kräftigen Klang, selbst auf oberster Lautstärke. Der Klang war dabei natürlich, und es wurden keine künstlich aufgeblähten Bässe oder sonstige Klangtricks angewendet. Die Höhen hätten noch einen Tick klarer und räumlicher sein können, dafür war der Preis sehr günstig. Nun hat TDK einen weiteren spritzwassergeschützten Lautsprecher herausgebracht, den Trek Flex. Die Box will mit ebenfalls attraktiven Preis sowie einigen Extrafunktionen wie NFC und Rundum-Klang überzeugen. Größenmäßig vergleichbar mit dem JBL Charge 2+ war ich gespannt, ob sie einen ähnlichen Punch liefern würde. So musste der Bluetooth-Lautsprecher für einen ausführlichen Test und Vergleich mit der Konkurrenz hinhalten.

Ersteindruck

Der TDK Trek Flex kommt wie so viele andere Bluetooth-Lautsprecher im schwarzen Plastik-Gehäuse daher. Leider wirkt dieses wie beim großen Bruder wenig hochwertig. Man weiß zuerst gar nicht, wie man den Lautsprecher denn aufstellen soll, da nicht ganz klar ist, was nun die Vorder- und Rückseite ist. Auch kommen keine hochwertigen Materialien wie beim Bose SoundLink Mini oder Sony X33 zum Einsatz, so wirkt das Design insgesamt eher langweilig und fad. Insgesamt ist der Trek Flex doch deutlich leichter wie ich erwartet hätte – kein Vergleich zum JBL Charge 2+ oder Bose SoundLink Mini 2.

Wie es sich für einen wasserabweisenden Bluetooth-Lautsprecher gehört, sind die Anschlüsse hinter einer Gummikappe verborgen, sodass Schmutz und Wasser nicht an die Elektronik vordringt. Zwar ist der Speaker auf seine Stoßfestigkeit geprüft, doch mit den seitlichen Plastikelementen wage ich das zu bezweifeln. Selbst das robuste Alumium-Gitter des SoundLink Mini 3 ist mir kürzlich beim Transport eingedellt.

Im Lieferumfang sind neben dem Lautsprecher noch ein Micro-USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung enthalten.

Klangqualität

Nach dem ausgeglichenen Klang des großen Trek Max hatte ich Hoffnungen für einen dezenten Klang des kleinen Modells – doch bereits nach einigem Hören wurde ich eines besseren belehrt. Er klingt zwar besser als die kleine Mini-Boom oder auch die erste Generation des JBL Flip, doch insgesamt ist der Klang flach und schrill in den Höhen. Zwar ist von 360-Grad-Klang die Rede, doch so wirklich begeistern kann dieser nicht. Zum einen sind nicht wie bei anderen Lautsprechern zwei nach außen gerichtete Chassis verbaut, sondern der Klang wird intern über eine akustische Linse nach außen reflektiert. Das Resultat ist ein unterbetonter Mittenbereich mit schrillen Höhen.

Die Bässe wirken einfch nicht kraftvoll genug, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Das können JBL Charge 2 & Co. deutlich besser. Besonders bei oberen Lautstärke erinnert der Klang eher an den Klang eines alten Küchenradios. Teilweise sind bei den Bässen gewisse Unstimmigkeiten und Verzerrungen zu hören, unabhängig von der Lautstärke, welche ohnehin nicht zu den lautesten gehört. Insgesamt hat der Klang des Trek Flex nicht überzeugt, andere Lautsprecher in der gleichen Preisklasse wie etwa Denon Envaya Mini, JBL Charge 2 oder auch der neuen JBL Flip 3 können das deutlich besser.

Pairing

Direkt nach dem Einschalten ist der TDK Trek Max bereits im Pairing-Modus. Wie bei den meisten Bluetooth-fähigen Lautsprechern steht die Verbindung innerhalb weniger Sekunden. Man schaltet den Lautsprecher in, aktiviert den Bluetooth-Modus auf dem Smartphone und wählt den entsprechenden Lautsprecher aus – voilà. Schon steht die Verbindung.

Leider sind neben dem standardmäßigen Pairen keine weiteren Funktionen verfübar. Weder ist eine Multi-Pairing Funktion zum gleichzeitigen Verbinden mehrerer Geräte noch eine Stereo-Pairing Funktion zum Zusammenschließen zweier TDK Flex vorhanden. Immerhin hat TDK eine NFC-Option verbaut, die das zügige Verbinden ermöglicht, indem man das Smartphone für einige Sekunden in die Nähe des Lautsprechers hält.

Bedienung

In Sachen Bedienung kann der Trek Flex überzeugen. Zum einen ist alles Wesentliche vorhanden – Einschalttaste, leiser/lauter, Bluetooth-Taste sowie eine Freisprechtaste. Zum anderen ist der Druckpunkt angenehm und die Tasten lassen sich leicht bedienen. Taste für die Steuerug der Musik wie z.B. Play/Pause oder Stummschalten wären noch schön gewesen. Auf nervige Sprachansagen oder überkreative Signaltöne wird ebenfalls verzichtet. Weniger gelungen sind die orangenen Signalleuchten, die die Lautstärke anzeigen. Sie wirken ein wenig übertrieben und verleihen dem Lautsprecher ein verspieltes Äußeres.

An der Rückseite befinden sich hinter der Gummikappe der standarmäßige Micro-USB-Ladeeingang sowie ein Audio-Eingang für das direkten Verbinden per Kabel. Zustäzlich gibt es wie beim Trek Max einen Einschaltriegel, den man vor dem Einschalten des Lautsprechers umlegen muss. Das finde ich ein wenig umständlich gelöst, so muss ich diesen immer zuerst betätigen und die Gummiklappe umlegen, bevor ich Musik abspielen kann.

Etwas ärgerlich ist, dass die Lautstärke nicht mit dem Zuspieler synchronisiert wird. So hat man zwei unterschiedliche Lautstärkeeinstellungen und es kann zu klanglichen Unterschieden kommen. Für meinen Geschmack klingt der Trek Flex am besten, wenn die Lautstärke am Lautsprecher auf maximal gestellt ist.

Akkulaufzeit/Reichweite

Die Akkulaufzeit beziffert TDK mit rund 8 Stunden. In der Praxis kam ich auf einen Wert von 6.5 Stunden bei ca. 1/3 der maximalen Lautstärke. Das kommt nicht ganz an die Herstellerangaben heran, sollte jedoch für einen halben Tag Musikgenuss ausreichen. An die Werte des JBL Charge 2+ oder auch Bose SoundLink Mini 2 kommt das nicht heran.

Die Reichweite geht mit rund 25 Metern in der Praxis auf freier Strecke in Ordnung. Das sollte für das private Hören als auch für kleinere Veranstaltungen ausreichen. Aussetzer oder andere Verzerrungen konnte ich hier nicht feststellen. Lediglich wenn eine mitteldicke Stinwand dazwischen lag, begann die Verbindung zu stottern.

Unser Fazit

Insgesamt konnte der TDK Trek Flex nicht überzeugen. Zum einen sind die Bässe zu mager, um wirklich überzeugen zu können und Musik das nötige Fundament zu geben. Die Höhen wirken schrill und die Mitten unterdimensioniert, wobei bei den Bässen teilweise Verzerrungen auftreten. Zum anderen bietet der TDK Flex in Sachen Funktionsumfang einfach zu wenig: die Lautstärke wird nicht mit Zuspielern synchronisiert, es sind kein Multi- und Stereo-Pairing vorhanden, und es kommen auch keine fortschrittlichen Technologien wie aptX zum Einsatz. Die Akkulaufzeit ist nur Mittelmaß und das Design wirkt insgesamt zu billig, um Punkte zu sammeln. Insgesamt kann ich keine Kaufempefhlung aussprechen.

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